Im Rahmen des Software- / Multimediaprojektes im Wintersemster 2013 / 14 stellten wir uns der Aufgabe, einen Trailer für einen fiktiven Film zu produzieren.

Dabei lernten wir den Workflow einer Filmproduktion und die damit verbundenen Probleme bzw. Hindernisse kennen.




Treatment

Es beginnt mit einer Idee



Treatment für das Film-Trailer-Projekt SPMI Projekt 2013 / 2014 Behind the Scenes Version 1, 17.10.2013


Problem
In der Zukunft wird ein in jedem Menschen implementierter Chip, der die computertechnischen Körperverbesserungen kontrolliert, von einem bedrohlichen Computervirus infiziert.


Lösung
Casper Sky dringt in die von Hackern besetzte Kommandozentrale ein und versucht den Virus mithilfe eines Antivirus in Form einer Diskette zu entfernen.


Titel: Improve-Men
Actionfilm mit Sci-Fi Elementen
Ableitung aus dem Wort "Improvement" und "Men"
Firmenname des Chipherstellers

Der erste Schritt innerhalb der Planungsphase war es zunächst eine Idee zu finden, welche sich mit den uns bereitgestellten Mitteln realisieren ließ. Hierbei spielte vor Allem unsere Affinität für Sci-Fi und Actionfilme eine tragende Rolle. So konnten wir uns zügig auf ein Szenario einigen und den nächsten Schritt, das Storyboard, angehen.

Storyboard

Aus Texten werden Bilder



Zu Beginn setzten wir uns zusammen, brachten die ersten Ideen für einzelne Szenen skizziert auf Papier.
Daraus entstand unser Storyboard.

Nach und nach entstanden so zahlreiche mögliche Szenen, über deren Realisierungsmöglichkeit intensiv diskutiert wurde.
Über einige Wochen hinweg, wurde nun über die Positionierung der Szenen entschieden und dann als erster Storyboardschnitt umgesetzt.

(Storyboardentwurf)

Storyboardschnitt

Bilder werden bewegt



Mit Hilfe eines (noch sehr frühen) Storyboardschnittes, haben wir das erste Mal ein Gefühl dafür bekommen, wie lange die einzelnen Szenen zu sehen sein sollen. Dies gibt uns Aufschluss darüber, welche Szenen in einem Trailer funktionieren können und welche noch verändert oder neu positioniert werden müssen.

Der letzte Arbeitsschritt innerhalb dieser Phase bestand nun darin, Drehorte zu finden, diese zu fotografieren und damit unseren Storyboardschnitt zu erweitern bzw. bereits skizzierte Szenen zu ersetzen.


Dreharbeiten

Es wird gefilmt




Nach dem wir die Planungsphase hinter uns gebracht haben, geht es an die Dreharbeiten.

Hierbei nutzten wir eine BlackMagic Cinema Camera, womit wir unsere Aufnahmen mit einer 2.5K Auflösung im RAW-Format aufnehmen können, was uns zusätzlichen Spielraum in der Wahl des tatsächlich genutzten Bildausschnitt gab. Entstanden sind die Aufnahmen, sowohl in und um der Westfälischen Hochschule herum, als auch in dessen digitalen Studio.

Allgemeine Aufnahmeeinstellungen:

  • Auflösung: 2.5K (2432 x 1366)
  • Bildfrequenz: 24 Bilder / Sekunde
  • Farbtiefe: 12-bit RAW files
  • Verwendete Objektive: 18mm-42mm / 50mm


Proxyschnitt

Ein erster Eindruck entsteht




Die gefilmten Szenen werden nach und nach in die digitale Timeline positioniert und mit Soundeffekten, Musik sowie Blenden versehen.


Sobald die ersten Aufnahmen im Kasten sind, beginnen wir mit dem Proxyschnitt.

Hier werden die einzelnen Aufnahmen unbearbeitet und in geringer Auflösung dem Schnitt übergeben. So kann die Positionierung und Länge der Szenen korrigiert werden ,um diese dann in einer XML-Datei zu speichern. Dies ermöglicht uns, die Szenen nach der ersten Postproduktion, ohne großen Aufwand, in der richtigen Reihenfolge für das Color Grading in die entsprechende Software zu laden.


Postproduktion

Bearbeitung des Filmmaterials





Die gefilmten Sequenzen A (01 bzw. 02) und B (03 bzw. 04) werden mittels Compositing zusammengeführt. Abschließend wird die Komposition in Farben nachbearbeitet und mit Special FX versehen (05).


Für die Postproduktion kamen vorallem Adobe After Effects, Adobe Photoshop und BlackMagic's Da Vinci Resolve zum Einsatz.

Es mussten Hintergründe, Partikelsysteme, Textanimationen und zahlreiche weitere visuelle Effekte erstellt werden und in unsere Filmaufnahmen integriert werden. Hierbei kamen Techniken wie beispielsweise Motion Tracking und Chroma-Keying zum Einsatz.